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Lahn-Wanderfahrt vom 1.- 3. Juni

Neun Aktive ruderten vom 65km von Limburg nach Lahnstein

Die Lahn entspringt am Ederkopf im Rothaargebirge auf 628 m über NN und mündet nach 242 km und einem Gefälle von 567 m bei Lahnstein in den Rhein. Als rechter Nebenfluss des Rheins gilt die Lahn als einer der schönsten Flüsse Deutschlands. Je weiter man flussabwärts fährt, umso schöner wird das Lahntal. Und so hatten wir SGD-Ruderinnen und Ruderer bei der nunmehr 8. Lahnbefahrung in der SGD-Vereinsgeschichte die unteren 65 Lahn-Kilometer für unsere Wochenendfahrt ausgewählt. Auf der Lahn ist die Berufsschifffahrt seit geraumer Zeit eingestellt, jedoch werden die Schleusenanlagen für die Sportschifffahrt instand gehalten. Insgesamt 12 Schleusen, jeweils bis zu 47m lang – 6,30m breit und einem Hub von maximal 6,29m, sollten wir – der Jüngste 15, der Älteste 63 Jahre alt –bei dieser Wanderfahrt passieren.


Unsere Anreise erfolgte am Freitagnachmittag ab 15 Uhr von Wetter nach Limburg zum Limburger Club für Wassersport. Dort auf dem Clubgelände erwartete uns verabredungsgemäß der Sportwart des LCW Christoph Sohr und so konnte der mit dem LCW vereinbarte Flaggentausch gleich nach unserer Ankunft über die Bühne gehen. Anschließend luden wir die beiden Boote ab und riggerten sie für den Start am nächsten Tag auf.
Nach einer kleinen Altstadtbesichtigung - natürlich mit Dom - ging es weiter ins nassauische Städtchen Laurenburg, die dort direkt am Fluss gelegene Pension “Zum Lahntal“ war für das Wochenende unser Standquartier. Wir, drei Ruderinnen und sechs Ruderer, ließen den Abend im Biergarten bei leckeren Speisen  und einigen Getränken geruhsam ausklingen.
6 Einfach Blau
Am Samstag starteten wir nach kurzer Autofahrt von Laurenburg nach Limburg um 9:45 Uhr mit den beiden Booten “Loki“ und “Forelle“ vom LCW Richtung erste Schleuse. Noch 5 weitere Schleusen sollten wir am Samstag bei herrlichem Wetter auf den 42 Kilometern bis zum Tagesziel Nassau passieren. Die Fahrt verlief ohne jegliche Zwischenfälle. Hin und wieder eine Kanugruppe, zum 2. Frühstück vom Landdienst für unsere Jungs im Doppelzweier ein Bigmac und Schleusenpersonal, dass uns geradezu erwartete, waren neben bestem Wetter und schöner Landschaft die Stichworte. Bis zur Mittagspause, die zweckmäßigerweise auf dem Wiesengelände unserer Pension in Laurenburg geplant war, hatten wir die Schleusen Limburg, Diez, Cramberg und Scheidt passiert. So trafen wir trotz einer unerwarteten Pinkelpause planmäßig vor 15 Uhr dort ein. Landdienst Barbara hatte das kleine Buffet entsprechend vorbereitet und auch ein erstes Bier schmeckte bei dem sonnigen warmen Wetter. Noch vor 16 Uhr ging es wieder in die Boote, schließlich wollten wir die beiden für heute letzten Schleusen , Kalkofen und Hollerich bei Km 113, noch vor Dienstende des Personals um 18 Uhr, passieren. Dies gelang trefflich und so ließen wir es nach der Schleuse Hollerich auf den letzten 3,6km des Tages bis Nassau einfach etwas austrudeln. Rita, Landdienstfrau des Nachmittages, wartete schon auf uns, jedoch auf der anderen Flussseite. Da hatte der Vierer schon beim Kanuclub angelegt und das Boot aus dem Wasser. Doch zur Freude von Rita legte der Doppelzweier dann auf ihrer Seite an und somit war alles in bester Ordnung.

Anschließend fuhr uns Rita zum Hotel, dort genossen wir noch eine Weile am Lahnufer die Sonne, dann war Duschen und Körperpflege angesagt. Bei einem weitern gemütlichen Abend im Hotel-Biergarten am Fluss wurde zunehmend klar: der Sonntag würde Regen bringen. Dauerregen? Das Wetterradar auf den Smartphones der Jüngeren hatte recht. Und doch wurde es ein fröhlicher Rudersonntag, kein Gedränge an den Schleusen, mehr Regenpausen als erwartet - und so waren wir plangenau in Sichtweite des Rheins am Anleger der Rudergesellschaft Lahnstein. Aufladen und Start im Starkregen, wieder trocken und zufrieden bei der Ankunft in Wetter. Nochmals Wasser, diesmal zum Boote waschen und Ende der ersten SGD-Wanderfahrt 2012

Ein schöner Nebenerfolg sei nochmals erwähnt, dass mit allen drei Lahnrudervereinen in Limburg (LCW), Bad Ems (RVBE) und Lahnstein (RGL) auf unserer Stecke die Vereinsflaggen getauscht – drei neue Flaggen für den Fahnenmast der SG Demag Wetter.


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