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3 Tage SGD-Ruderfahrt in der Lüneburger Heide

60km von Jastorf  bei Uelzen über Bad Bevensen, Lüneburg und Bardowick nach Wittorf.

Recht selten wird  der kleine aber doch größte Heidefluss die Ilmenau von Wander-Ruderern befahren. Obwohl auf rund 6o Kilometern 4 Rudervereine beheimatet sind, fahren auf dem stark mäandernden Fluss heute weit mehr Freizeit-Kanus als Ruderboote.

In Erinnerung einer lang zurückliegenden Heide-Fahrt von 1968 stand die Ilmenau auf der Vorschlagsliste des Wanderruderwartes. Vor Mosel, Saar oder Schwerin wurde sie von der Mehrzahl der Ruderinnen und Ruderer gewählt und somit organisiert und vorbereitet.



Die Vorfahrer waren bereits am Freitag den 21.09. um 10 Uhr vor Ort in Jastorf. Bis zum Nachmittag wurde die schmale und stark kurvenreiche Strecke nach Wichmannsburg mit 2 Zweiern mit Steuermann zurückgelegt. Die Umtragestelle, ein 900m langes Waldstück, forderten die Ruderer dabei sehr.
Am Abend ging es mit der ganzen 16köpfigen Gruppe zum Essen nach Lüneburg ins Mälzer Brauhaus. Neben Essen und Trinken stand auch Singen (Rudern & Gesang) auf der Tagesordnung.

Am Samstag früh starteten neben den Zweiern dann auch die Vierer. Dabei waren die Steuerleute besonders gefordert. Selten gehörte Ruder-Kommandos wie “Lametta“ oder “Kappenalarm“ mit hinlegen in die Boote, halten über den Fluss. Aber alle vier Teams bewältigten die schnell fließende immer noch schmale weiterhin sehr kurvenreiche Ilmenau mit  urwaldähnlicher Uferlandschaft. Aus Zeitgründen wurde das Tagesziel Lüneburger Ruderclub um eine Umtragestelle an den Lösegraben vorverlegt. Leider viel dadurch auch die bestellte geführte Stadtbesichtigung “Wasser & Kultur“ aus.

Es folgte in der Schenke Forsthaus Rote Schleuse ein feines leckeres Essen, jedoch ohne den erhofften Heidschnuckenbraten. Der Abend endete im Hotel in Embsen gesellig.

Auch das morgendliche Umtragen und Einsetzen in den Lösegraben war schwierig. Erst nach passieren des Lösegrabens und ab dem Lüneburger Ruderclub von 1885 wurde die vorher stark mäandernde Ilmenau durch die Staustufen und Schleusen zahm.

Die genussbetonte Schlussetappe am Sonntag von Lüneburg über die  Bardowicker Schleuse endete planmäßig an der Schleuse in Wittorf. Nach dem Booteverladen folgte noch die Dombesichtigung St. Peter & Paul und dann als Abstecher die Besichtigung des Schiffshebewerks in Laurenburg jeweils mit Erklärungen des Fachmanns Werner Schmitt. Trotz Bootsanhänger und 5 Sack noch schnell erworbener Heidekartoffeln verlief die Rückreise am Sonntagabend zügig und ohne Stau. Gegen 22 Uhr waren alle 16 Ruderinnen und Ruderer wieder in Wetter.